{"id":728,"date":"2017-04-25T21:05:17","date_gmt":"2017-04-25T19:05:17","guid":{"rendered":"http:\/\/norderney-sportboothafen.de\/?page_id=728"},"modified":"2021-08-12T10:30:04","modified_gmt":"2021-08-12T08:30:04","slug":"chronik-1950-1975","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/?page_id=728","title":{"rendered":"Chronik 1950-1975"},"content":{"rendered":"<table style=\"background-color: #cfcccc; border-color: #000000; width: 100%;\" cellpadding=\"3\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 33%; text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/?page_id=695\">\u00a0Chronik 1925-1949<\/a><\/td>\n<td style=\"width: 33%; text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/?page_id=728\">Chronik 1950-1975<\/a><\/td>\n<td style=\"width: 33%; text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/?page_id=742\">Chronik 1976-2000<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h1>Chronik 1950 \u2013 1975<\/h1>\n<h4>Jahre des Wiederaufbaus, der Festigung und Fortentwicklung im F\u00fcnf-Jahres-Zeitraffer<\/h4>\n<p>Zu Beginn des chronistischen Eintritts in ein weiteres Vierteljahrhundert Entwicklungsgeschichte des Seglervereins Norderney bedarf es keiner besonderen Erw\u00e4hnung mehr, dass die Jahre vor und nach 1945 die einschneidendste Z\u00e4sur darstellen, die der SVN erlebte. Es galt, den Verein praktisch aus einem Nichts wieder aufzubauen.<\/p>\n<p>Dieser Auf- und Ausbau vollzog sich zwar in diesen 25 Jahren in einem bis dahin nicht erreichten Aufw\u00e4rtstrend, doch wurde den Norderneyer Seglern auf diesem Wege auch nichts geschenkt. In diese Phase fielen R\u00fcckschl\u00e4ge h\u00f6herer Gewalt durch Sturmflutereignisse, die Geld- und Zeitopfer forderten. Dennoch war f\u00fcr die in dieser Zeit entwickelten Initiativen kennzeichnend, dass es den j\u00fcngeren nachr\u00fcckenden Kr\u00e4ften gelang, durch die Schaffung der entsprechenden Land- und Liegeeinrichtungen Norderney auch f\u00fcr den Gastsegler interessant zu machen. So liefen beispielsweise 1974 1.400 ausw\u00e4rtige Yachten den Inselhafen an, darunter allein 164 mit holl\u00e4ndischer Flagge. An weiteren Nationalit\u00e4ten sind nennenswert: England (16), Schweden (2), Norwegen (2), D\u00e4nemark (5) und Schweiz (3). Jeweils eine Yacht kam aus den USA, von den Bahamas, aus Panama und Belgien.<\/p>\n<h4>1951 \u2013 1955<\/h4>\n<p>\u201eHier word ne bidreiht, hier word ne refft, bit wi dat Ziel to faten hefft!\u201c Mit diesem Motto setzte der SVN seinen Kurs zu Beginn seines zweiten Vierteljahrhunderts ab. Er ist auch heute noch g\u00fcltig. Zur Erweiterung der Bootsliegepl\u00e4tze werden in Borkum 50 Bojen erworben. Auf der Jahreshauptversammlung am 7. Februar 1951 im Vereinslokal \u201eBruns Hotel\u201c beschlie\u00dft der Seglerverein Norderney, der Segelkameradschaft \u201eDe Soltwaters\u201c beizutreten. Ihr geh\u00f6ren bereits die Seglervereine Emden, Wilhelmshaven, Leer, Norden, Weener, Juist, Borkum und R\u00fcstersiel an. Der am 15. Oktober 1950 vorgenommene Zusammenschluss dieser K\u00fcstenvereine war eine Antwort auf segelsportlich negative Darstellungen des Regattasegelns mit Ausgleichsbooten in der \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Am 1. Dezember 1951 beschlie\u00dft der SVN auf einer Mitgliedsversammlung den Beitritt zum Landessportbund Niedersachsen. Der Seglerkamerad Dipl.-Ing. Karl Kattentidt wird vom DSV Hamburg zum amtlichen Vermesser auch f\u00fcr die RORC-Formel ernannt. 1952 wird auf der Gr\u00fcndungsversammlung der KreuzerAbteilung des Deutschen Segler-Verbandes in Hamburg am 29. M\u00e4rz der Norderneyer Seglerkamerad Hans Visser zum Obmann f\u00fcr das Gebiet der Ostfriesischen Inseln und K\u00fcste berufen.<\/p>\n<p>Beim Bootshaus wird ein Winsch-Schuppen neu erbaut. Ma\u00dfgeblich an der Errichtung ist Seglerkamerad Onno Pauls beteiligt. Die finanzielle Unterst\u00fctzung der Stadt Norderney erm\u00f6glicht es, den Ger\u00e4teschuppen des Vereins neu zu decken. Auf der Jahreshauptversammlung am 7. Februar 1953 wird eine Neufassung der Vereinssatzung einstimmig verabschiedet und der Vorstand wird aufgrund dieser Satzung erm\u00e4chtigt, die Eintragung des Seglervereins Norderney in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Norden vorzunehmen.<\/p>\n<h5>Bau der ersten Bootsliegehalle<\/h5>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-730 size-full\" src=\"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/bootsliegehalle2.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"175\" \/>Am Bootshaus wird die erste gro\u00dfe Bootsliegehalle errichtet. Das Baumaterial war beim Abbruch eines Schuppens auf dem Tonnenhof gewonnen worden. Zur F\u00f6rderung des segelsportlichen Nachwuchses stellt Seglerkamerad Werner Puhle den Jugendlichen sein Boot leihweise zur Verf\u00fcgung. Die SVN-Jugendgruppe erh\u00e4lt eine eigene Satzung. Pfingsten 1953 startet der Seglerverein Norderney sein offizielles Ansegeln zum ersten Male nach dem Kriege wieder nach Delfzijl (Holland). Die dortige Aufnahme ist freundlich. Bei der Regatta der holl\u00e4ndischen Vereine vor Delfzijl holt sich der SVN-Jollenkreuzer \u201eKap von Norderney\u201c einen dritten Preis. Norderney bekommt seine offizielle Anerkennung als St\u00fctzpunkt der Kreuzerabteilung des DSV.<\/p>\n<h4>1956 \u2013 1960<\/h4>\n<p>Zwei Rettungsboote werden als Jugendboote ausgebaut. Die Holzarbeiten werden dabei von den Seglerkameraden Cord Donner und Paul Meyer \u00fcbernommen. Am 25. Januar 1958 veranstaltet der Seglerverein Norderney erstmals einen Bo\u00dfelwettkampf. Herausgefordert wird der Heimatverein Norderney. Das Aufnahmealter f\u00fcr Jugendliche, die dem Verein beitreten wollen, wird von 14 auf 12 Jahre herabgesetzt. 1958 werden Wanderfahrten bis nach D\u00e4nemark unternommen. Im gleichen Jahr nimmt erstmals ein Boot der Bundesmarine an der Seeregatta vor Norderney teil.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-731 alignleft\" src=\"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/erweiterung_bh.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"228\" \/>Nach Fertigstellung des ersten festen Erweiterungsbaues an der Westseite des Bootshauses reifen Pl\u00e4ne f\u00fcr einen weiteren Ausbau zur Ostseite. Das Bootshaus bekommt eine Kantine. Das Cafe \u201eMarienh\u00f6he\u201c stiftet dem SVN zur Ausgestaltung des Aufenthaltsraumes 20 St\u00fchle. Der Verkaufspreis der Flasche Bier wird um f\u00fcnf Pfennige auf 25 Pfennig erh\u00f6ht, um mit dem Mehrerl\u00f6s die Heizungs- und Reinigungskosten f\u00fcr das Bootshaus zu bestreiten. Sp\u00e4ter flie\u00dft dieser Aufschlag der Jugendarbeit zu. Der Ponton, der nach jeder Seite durch Schwimmbr\u00fccken verl\u00e4ngert wird, erh\u00e4lt eine neue Steganlage.<\/p>\n<h5>Erste Ehrenmitglieder<\/h5>\n<p>Im Sommer 1959 weilt der Yachtclub Wuppertal mit einer Reihe von Booten vier Wochen lang als Gast des SVN im Inselhafen. Die Jahreshauptversammlung am 16. Januar 1960 im Cafe Fr\u00f6hle beschlie\u00dft, dass Mitglieder, die 70 Jahre alt sind und dem Verein 35 Jahre angeh\u00f6ren, die Ehrenmitgliedschaft erhalten. Die ersten Seglerkameraden, die nach diesem Beschluss zu Ehrenmitgliedern ernannt werden, sind Otto Schiemann und Hillrich Ra\u00df.<\/p>\n<p>Abbruch des alten Bootshauses. Der feste Umbau ist bis zum Herbst 1960 abgeschlossen. Jede Liegebox in der Bootshalle wird mit einem Zwischenz\u00e4hler f\u00fcr die Stromabnahme ausger\u00fcstet.<\/p>\n<p>Zu allen Zeiten haben die Norderneyer Segler und Bootfahrer in ihren unz\u00e4hligen Versammlungen, Sitzungen oder sonstigen Zusammenk\u00fcnften das offene Wort und die Austragung von Meinungsverschiedenheiten nie gescheut. Dass es bei derartigen Diskussionen durchaus einmal \u201ehoch hergehen\u201c kann, versteht sich eigentlich von selbst. Doch die Norderneyer Segler und Bootfahrer w\u00e4ren keine Segler und Wassersportler, wenn sie nicht auch mit solchen Situationen fertig w\u00fcrden. So wie der Seemann bei Sturm \u00d6l auf die See gie\u00dft, um die Wogen zu gl\u00e4tten, halten es die Norderneyer Segler und Bootfahrer mit Gesangvortr\u00e4gen, um die Gem\u00fcter wieder zu beruhigen.<\/p>\n<p>Hierzu in w\u00f6rtlicher Zitierung eine Eintragung aus dem Vereinsprotokoll: \u201eEine heftige Debatte entstand um die Einfriedung. Es ging um die Frage ob Maschendraht, Stacheldraht oder glatter Draht. Zum Schluss hat unser aller Freund Hans Luitjens die Gem\u00fcter durch einen halbst\u00fcndigen Gesangvortrag wieder beruhigt. Zum Abschluss der Versammlung wurde das Lied \u201aHurra mit alle Mann an Deck\u2019 gesungen. Au\u00dferdem traten noch einige Kameraden als Solisten auf.\u201c<\/p>\n<h4>1961 \u2013 1965<\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-733 size-medium\" src=\"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/sturmflut_62-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" \/>Das Bootshaus wird einrichtungsm\u00e4\u00dfig weiter ausgestattet, die Kantine vergr\u00f6\u00dfert. Die gro\u00dfe Sturmflutkatastrophe am 16. und 17. Februar 1962 f\u00fcgt den Vereinsanlagen am Hafen gro\u00dfen Schaden zu. Die R\u00fcckwand der Bootsliegehalle wird zu 75 Prozent zerst\u00f6rt. Die Boote werden herausgeschwemmt und teilweise stark besch\u00e4digt. Das Seewasser erreicht im Bootshaus ab Fu\u00dfboden gemessen eine H\u00f6he von 0,80 Meter und richtet Verw\u00fcstungen an. Es entsteht am Vereinseigentum ein Gesamtschaden von DM 16.576,-. Die Bootseigner erleiden Sch\u00e4den in einer Gesamth\u00f6he von DM 12.156,-. Der Reinerl\u00f6s des am 10. M\u00e4rz veranstalteten Stiftungsfestes flie\u00dft zur Linderung der ersten Not dem Wiederaufbau des Bootshauses zu.<\/p>\n<h5>Regatta-Terminverlegung von Sonntags auf Sonnabends<\/h5>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-734 alignleft\" src=\"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/agfa-300x232.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"232\" \/>Im gleichen Jahr erfolgt die Verlegung der Regattatermine von sonntags auf sonnabends, um ausw\u00e4rtigen Seglern eine bessere Teilnahme an den Wettfahrten zu erm\u00f6glichen. Zur Frage des bis dahin anstehenden Reklamesegel-Problems wird nachstehende Satzungs\u00e4nderung beschlossen: \u201eBoote, die im Yachtregister des SVN gef\u00fchrt werden und die Anlagen und Einrichtungen des Vereins benutzen, d\u00fcrfen keine Reklame in irgendeiner Form f\u00fchren und nicht zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.\u201c<\/p>\n<p>Es wird eine neue Liegekette von 300 Meter L\u00e4nge angeschafft. Am 8. Dezember 1963 veranstaltet der SVN f\u00fcr die Kinder seiner Mitglieder die erste Nikolausfeier. Das Bootshaus wird um eine Damentoilette und um einen Waschraum erweitert. Bei der Jahreshauptversammlung 1964 bekommen die SVN-Motorbootfahrer erstmals einen eigenen Obmann. Im Vorstand werden ihre Belange durch den zum Beisitzer gew\u00e4hlten Johann Fischer vertreten. 1965 l\u00e4sst das Wasser- und Schifffahrtsamt den Inselhafen bis zur so genannten \u201eAalkuhle\u201c ausbaggern. Dadurch k\u00f6nnen 10 Pf\u00e4hle in Doppelreihe eingerammt und die Anzahl der Liegepl\u00e4tze vergr\u00f6\u00dfert werden.<\/p>\n<h4>1966 \u2013 1970<\/h4>\n<p>Die Bootsliegeplatzanlage mit Kette und Boje wird im Inselhafen durch eine schwimmende Anlage abgel\u00f6st. Sie bietet Liegepl\u00e4tze f\u00fcr 36 Boote. Nach D\u00e4nemark wird auch Norwegen von Norderneyer Seglern auf Wanderfahrten angelaufen. W\u00e4hrend bis 1956 allj\u00e4hrlich drei Regatten gesegelt wurden \u2013 Interne, See- und Offene Regatta \u2013 werden bis 1966 in jedem Sommer die Seeregatta und eine Interne Wettfahrt ausgetragen. 1967 bewirkt ein Versammlungsbeschluss eine weitere Reduzierung, um der Seeregatta vor Norderney ein noch gr\u00f6\u00dferes segelsportliches Gewicht zu geben.<\/p>\n<p>Die Jugendarbeit des SVN bekommt durch den Ankauf einer Conger-Kunststoffjolle eine wesentliche F\u00f6rderung. Das Boot wird am 27. Juli 1967 auf den Namen \u201eLiiw\u201c getauft und zu Wasser gelassen. Zwei Tage sp\u00e4ter segelt es unter der Besatzung Henny Dreske (Steuermann) und den jugendlichen Vorschotleuten K.-H. Knigge und P. Kluin bei der Seeregatta vor Norderney mit. Vom 2. bis 9. August 1967 werden die 18. Deutschen Jugendmeisterschaften in der Piraten-Jollenklasse vor der Insel ausgetragen. Es messen sich bei dieser segelsportlichen Konkurrenz die besten deutschen Jungsegler vom Bodensee bis zu den Revieren an der Nordseek\u00fcste, vom Rhein bis zur Spree. Der Telefonanschluss \u2013 als Zeitanschluss f\u00fcr die Deutschen Jugendmeisterschaften in das Bootshaus verlegt \u2013 wird vom SVN \u00fcbernommen und behalten.<\/p>\n<p>1968 wird ein zweites Jugendboot vom Typ Conger-Jolle angekauft, auf den Namen \u201eT\u00fc\u00fct\u201c getauft und seinem Element \u00fcbergeben, desgleichen der dritte Jugend-Conger \u201eG\u00f6\u00f6d\u201c. Der SVN erweitert vertraglich mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt ab 1. Januar 1969 seine Wasserfl\u00e4che im Inselhafen. Am 18. Juni 1969 tritt der SVN als Mitglied der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger bei. Die Beitragsh\u00f6he wird in jedem Jahr neu von der Versammlung festgesetzt.<\/p>\n<p>Auf der Jahreshauptversammlung am 10. Januar 1970 kann der Erste Vorsitzende Ludwig Pauls berichten, dass sich die Intensivierung der Jugendarbeit in den zur\u00fcckliegenden Jahren bezahlt gemacht hat. In der SVN-Jugendgruppe bet\u00e4tigen sich 44 aktive Jungsegler. Es sollen daher zwei Jollen der 470er-Klasse angeschafft werden, damit sich die Jugendlichen auch an Meisterschaftsregatten beteiligen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als Satzungs\u00e4nderung wird beschlossen: \u201eMitglied des SVN-Vorstandes kann nur werden, wer seinen st\u00e4ndigen und ersten Wohnsitz auf Norderney hat.\u201c Die Jugendgruppe erh\u00e4lt als weiteres Boot die Conger-Jolle \u201eJoy\u201c. Zum ersten Male nimmt am 29. April 1970 der von der Jugendgruppe gew\u00e4hlte Beisitzer Siebelt Gerdes als Vertreter der Jungsegler an einer SVN-Vorstandssitzung teil. Zur Saison 1970 wird ein Bootsmann zur Betreuung des Bootshauses und der ausw\u00e4rtigen Segler vom SVN fest angestellt.<\/p>\n<h4>1971 \u2013 1975<\/h4>\n<p>Zur Segelsaison 1971 nimmt der SVN im Norderneyer Yacht- und Bootshafen eine neue schwimmende Anlage mit \u00fcber 100 Schiffsliegepl\u00e4tzen in Betrieb, die von den Seglern w\u00e4hrend der Wintermonate in Eigenarbeit hergestellt worden ist. Als Auftriebsk\u00f6rper dienen Batterietanks, auf denen h\u00f6lzerne Gehstege befestigt sind. Durch diese Modernisierung wird die Erreichbarkeit der Boote wesentlich erleichtert. Das Bootshaus ist parallel hierzu durch die entsprechenden baulichen Arbeiten grundlegend erweitert und modernisiert worden. Die Segler- und Bootsg\u00e4ste finden jetzt auch auf Norderney wie in vielen anderen H\u00e4fen neuzeitliche sanit\u00e4re Einrichtungen, u. a. Duschen, Waschgelegenheiten und Toiletten vor. Die Bootshauskantine ist tags\u00fcber w\u00e4hrend der Sommermonate ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<h5>SVN erl\u00e4sst Hafenordnung f\u00fcr den Yachthafen<\/h5>\n<p>Im Januar 1972 findet ein segelsportliches Konditionstraining auf Norderney statt. An ihm nehmen 25 jugendliche Segler aus Niedersachsen teil. Der SVN erl\u00e4sst f\u00fcr den Yachthafen Norderney eine Hafenordnung. Der Schwimmanleger wird um 50 Liegepl\u00e4tze erweitert. Die Kantine des Bootshauses bekommt einen K\u00fchltresen.<\/p>\n<p>Die Sturmtidenketten Ende November\/Anfang Dezember 1973 suchen den Seglerverein Norderney mit schweren Sch\u00e4den an Einrichtung und Anlagen des Hafens heim. An der Bergung von Material und Ausr\u00fcstung beteiligen sich 52 Segler. Der durch die Sturmfluten angerichtete Sachschaden betr\u00e4gt \u00fcber 30.000,- DM.<\/p>\n<p>1974 z\u00e4hlt die SVN-Jugendgruppe 85 Mitglieder. F\u00fcr die Ausbildung stehen acht Boote zur Verf\u00fcgung. Die Bootsliegehalle erh\u00e4lt mit einstimmigem Versammlungsbeschluss den Namen \u201eAugust-Ruh\u201c. Auf der schwimmenden Bootsliegeanlage werden Beleuchtungsk\u00f6rper installiert und einige Schiffsliegeboxen mit Stromanschl\u00fcssen versehen.<\/p>\n<p>Die Jugendgruppe bekommt f\u00fcr die Teilnahme an Schwerpunktregatten eine Jolle der 470er-Klasse. Das neue Boot wird auf den Namen \u201ePutz hum\u201c getauft. Das Wasser- und Schifffahrtsamt nimmt umfangreiche Erneuerungs- und Erweiterungsarbeiten im Yachthafenbereich auf. Vor dem Bootshaus entsteht eine neue Kaianlage, so dass der Geb\u00e4udeeingang ebenerdig wird. Im Rahmen von Hafenausbauplanungen schlie\u00dft sich an der Hafenostseite ein neues Hafenbecken an. 1975 plant der SVN die Er\u00f6ffnung einer eigenen Segelschule. Da die zum Teil \u00fcber f\u00fcnf Jahre alten Heiz\u00f6ltanks als Auftriebsk\u00f6rper der schwimmenden Steganlage abg\u00e4ngig werden, wird zun\u00e4chst als Versuch mit dem Bau der ersten Schwimmpontons aus Aluminium begonnen.<\/p>\n<p>Wie eine Bombe schlagen beim Verein die Planungen einer Investorengruppe von der Sporthochseeschiffer-Vereinigung Dortmund ein, am Norderneyer Seglerhafen ein eigenes Wassersportzentrum mit den entsprechenden Baulichkeiten, Einrichtungen und Anlagen schaffen zu wollen. Das Marina-Projekt mit Clubhaus, Schulungsr\u00e4umen, Jugendzentrum und Wohnheim, das auf Kosten der bis dahin vom SVN ausge\u00fcbten Vorrangstellung gegangen w\u00e4re, findet zun\u00e4chst das Wohlwollen der Genehmigungsbeh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Dank einer geschickten Verhandlungstaktik \u201esich nicht das Ruder aus der Hand nehmen zu lassen\u201c und dank einheimischer und kommunalpolitischer Unterst\u00fctzung gelingt es schlie\u00dflich nach monatelangem Tauziehen aller daran Beteiligten, dieses Vorhaben festl\u00e4ndischer Immobilienspekulanten f\u00fcr Norderney abzuwehren. Da die Seglervereine von Langeoog und Spiekeroog zur selben Zeit mit den gleichen Problemen konfrontiert waren, entwickelte sich daraus das allj\u00e4hrliche Absegeln der Inselvereine zu einem Zielhafen, um einmal im Jahr gemeinsam anstehende Fragen kl\u00e4ren und sich \u00fcber die wassersportliche Weiterentwicklung gedanklich austauschen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h5>1975 das Geburtsjahr f\u00fcr eine eigene Marina<\/h5>\n<p>F\u00fcr den Seglerverein Norderney stellt sich nach der erfolgreichen Abwehr des festl\u00e4ndischen Bewerbers um eine Marina am Inselhafen die Frage, nach welchen Gesichtspunkten und Leitlinien der SVN seine weitere Arbeit leistet und in welcher Weise die Norderneyer Segler und Motorbootfahrer ihren gesetzten Zielen auch in der Zukunft gerecht werden wollen. Hier mag an das erinnert werden, was der Erste Vorsitzende Ludwig Pauls auf der Geburtstagsveranstaltung zum 50- j\u00e4hrigen Bestehen des Seglervereins Norderney u. a. sagte:<\/p>\n<p>\u201eDie Norderneyer Segler- und Motorbootfahrer haben immer ihren Mann gestanden, und sie werden auch in den folgenden Generationen den Stander in Ehren fahren. Es darf aber auch wohl gesagt werden, dass der SVN auf dem Gebiet der G\u00e4stewerbung f\u00fcr die Insel in zunehmender Weise durch seine Ausbauleistungen einen nicht \u00fcbersehbaren Faktor darstellt. So sind beispielsweise w\u00e4hrend der Saisonwochen des Jahres 1974 bereits mehr als 3.500 Wassersportfreunde des In- und Auslandes, z. T. mit ihren Familien, vom Verein bei ihren Norderney-Besuchen schiffsm\u00e4\u00dfig im Yachthafen betreut worden.<\/p>\n<p>Die Vereinsaufgaben werden durch den Ausbau des Norderneyer Hafens in Zukunft schwerer als bisher zu meistern sein. Denn es gilt, einmal einen Platz zu r\u00e4umen, den die Segler und Motorbootfahrer aus einer Watt- zu einer baureifen Fl\u00e4che gemacht haben. In den n\u00e4chsten drei bis f\u00fcnf Jahren wird vielleicht das derzeitige Bootshaus schon verschwunden sein. Der SVN wird ein neues Geb\u00e4ude mit den entsprechenden Einrichtungen, wie Sanit\u00e4r-, Aufenthalts- und Schulungsr\u00e4umen f\u00fcr eigene Zwecke und die der Segel- und Motorbootg\u00e4ste an der Ostseite des Inselhafens schaffen m\u00fcssen. Die schwimmende Bootsliegeanlage gilt es zu verlegen und eventuell noch zu erweitern.<\/p>\n<p>Gewiss h\u00e4tte es der SVN bei diesem Neubau leichter, wenn er dem Beispiel anderer Vereine folgen und f\u00fcr die Finanzierung eines solchen Projektes 80 Prozent der vorhandenen Liegepl\u00e4tze f\u00fcr 15 oder 20 Jahre verkaufen und die restlichen 20 Prozent f\u00fcr den Eigenbedarf behalten w\u00fcrde. Doch wo finden dann die ausw\u00e4rtigen Segel- und Motorbootg\u00e4ste, die den Yachthafen anlaufen, f\u00fcr das Wochenende oder den Urlaub einen Liegeplatz? Damit dieses Angebot auch in Zukunft frei bleibt, daf\u00fcr hat der SVN seine Anlagen an Land und im Wasser gebaut. Dieser wassersportlichen Aufgabe f\u00fchlen sich die Norderneyer Segler und Motorbootfahrer auch weiterhin verpflichtet. Sie sind es einfach den ausw\u00e4rtigen Wassersportkameraden und auch dem Fremdenverkehr der Insel traditionsgebunden schuldig.\u201c<\/p>\n<p>Der Startschuss zur Schaffung eines vereinseigenen Marina-Projektes im Einklang mit den Norderneyer Hafenausbauplanungen der Wasser- und Schifffahrtsbeh\u00f6rden war damit zwangsl\u00e4ufig gegeben, wollte der Verein auch in Zukunft seine Vorrangstellung im Sportboot- Hafenbereich nicht verlieren. Bis zu dieser Umsetzung und endg\u00fcltigen Sicherung sollte es noch 25 Jahre dauern.<\/p>\n<h5>Seeregatta erstmals auf 2 Bahnen<\/h5>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-732 alignleft\" src=\"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/startschiff-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" \/>Am 2. August 1975 wird die Seeregatta vor Norderney erstmals auf zwei Bahnen ausgetragen. F\u00fcr die gr\u00f6\u00dferen Boote betr\u00e4gt der Regattakurs auf der Au\u00dfenbahn, die vor der Insel au\u00dferhalb der Riffe am Gro\u00dfschiffahrtsweg liegt, rund 26 Seemeilen. Die kleineren Jollen segeln den \u00fcblichen Wettfahrtkurs auf der Innenbahn, die unterhalb der Insel vom Weststrand zum Nordbad verl\u00e4uft. Diese Strecke ist rund 8 Seemeilen lang. \u00dcber 80 Boote beteiligen sich an der Regatta. Die Besatzungen, die die Au\u00dfenbahn kennen gelernt haben, \u00e4u\u00dfern sich lobend \u00fcber diese neue Regattastrecke, die mit zu den l\u00e4ngsten vor der ostfriesischen K\u00fcste z\u00e4hlt. Den neu gestifteten Wanderpokal des SVN f\u00fcr das schnellste Boot der Au\u00dfenstrecke holt sich \u201eFata Morgana\u201c vom Weser Yacht Club.<\/p>\n<p>Den segelsportlichen Veranstaltungsabschluss des f\u00fcnfzigsten SVN-Jubil\u00e4umsjahres kr\u00f6nt vom 17. bis zum 22. August die Austragung der Internationalen Deutschen Meisterschaft 1975 der 420er Jollenklasse vor Norderney. Nach sechs Wettfahrten holt sich das Geschwisterpaar Michael und Brigitte Steiner vom Frankfurter Yachtclub den Meisterschaftstitel mit seinem Boot G 26038 \u201eQui sait?\u201c. Es sind die ersten Meisterschaftsregatten dieser Jollenklasse, die \u00fcberhaupt auf der Nordsee durchgef\u00fchrt worden sind. Veranstalter war der Deutsche Segler-Verband. Die verantwortliche Durchf\u00fchrung der Wettfahrten lag beim Seglerverein Norderney.<\/p>\n<p>Weiterlesen: <a href=\"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/?page_id=742\">Chronik 1976-2000<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Chronik 1925-1949 Chronik 1950-1975 Chronik 1976-2000 Chronik 1950 \u2013 1975 Jahre des Wiederaufbaus, der Festigung und Fortentwicklung im F\u00fcnf-Jahres-Zeitraffer Zu Beginn des chronistischen Eintritts in ein weiteres Vierteljahrhundert Entwicklungsgeschichte des Seglervereins Norderney bedarf es keiner besonderen Erw\u00e4hnung mehr, dass die Jahre vor und nach 1945 die einschneidendste Z\u00e4sur darstellen, die der SVN erlebte. Es galt, &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/?page_id=728\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eChronik 1950-1975\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-728","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/728","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=728"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/728\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2663,"href":"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/728\/revisions\/2663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/norderney-sportboothafen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=728"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}